Einkaufsbedingungen für die NETZSCH-Gruppe (Deutschland)

I. Geltungsbereich

1. Für Bestellungen gelten ausschließlich die nachstehenden Einkaufsbedingungen. Von unseren Einkaufsbedingungen abweichende oder sie ergänzende Bedingungen des Lieferers sind für den Besteller unverbindlich, auch wenn er nicht widerspricht oder der Lieferer angibt, nur zu seinen Bedingungen liefern zu wollen. Auch bei Entgegennahme von Lieferungen oder Leistungen ohne ausdrücklichen Widerspruch gilt dies nicht als Anerkennung oder Zustimmung zu den Geschäftsbedingungen der Lieferanten. Ist der Lieferer mit vorstehender Handhabung nicht einverstanden, so hat er sofort in einem besonderen Schreiben darauf hinzuweisen. Wir behalten uns für diesen Fall vor, den Auftrag zurückzuziehen.

2. Abweichungen von diesen Bedingungen bedürfen einer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Bestellers. Die widerspruchslose Bestätigung oder Ausführung der Bestellung gilt als Anerkennung dieser Einkaufsbedingungen.

3. Der Geltungsbereich dieser Einkaufsbedingungen erstreckt sich auf die Erich NETZSCH GmbH & Co. Holding KG sowie ihre unmittelbaren und mittelbaren deutschen Tochtergesellschaften, insbesondere NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH, Selb/Waldkraiburg, NETZSCH-Feinmahltechnik GmbH, Selb, NETZSCH-Gerätebau GmbH, Selb, NETZSCH Trockenmahltechnik GmbH, Selb/Hanau, NETZSCH Werbe- und Service-GmbH, Selb, RPV Vermögensverwaltungs-GmbH, Selb, RPV Vermögensverwaltungs-GmbH II, Selb, RPV Vermögensverwaltungs-GmbH III, Selb, RPV Vermögensverwaltungs-GmbH IV, Selb, NETZSCH Lohnmahltechnik GmbH, Selb/Bobingen, NETZSCH Vakumix GmbH, Selb/Weyhe und NETZSCH GABO Instruments GmbH, Selb/Ahlden, NEDGEX GmbH, Selb


II. Vertragsabschluss, Änderungen

1. Anfragen und Angebote verstehen sich für den Besteller immer kostenfrei und unverbindlich, andernfalls ist vor Erstellung entsprechende Mitteilung zu machen.

2. Bestellungen bedürfen der Schriftform. Mündliche Abmachungen sind nur verbindlich, wenn sie schriftlich durch den Besteller bestätigt sind.

Allein maßgebend für den Umfang und die Art der Lieferung ist der schriftlich erteilte Auftrag. Nach Erhalt der Bestellung ist dem Besteller unverzüglich eine Auftragsbestätigung zu erteilen.

3. Werden Änderungen insbesondere in der Art der Zusammensetzung des verarbeiten Materials oder in der konstruktiven Ausführung gegenüber früheren gleichartigen Lieferungen und Leistungen oder gegenüber dem erteilten Auftrag notwendig, so sind sie dem Besteller vor Fertigungsbeginn bzw. bei nachträglich vorzunehmenden Änderungen vor deren Ausführung anzuzeigen. Sie bedürfen seiner schriftlichen Zustimmung. Der Besteller ist nicht verpflichtet, Lieferungen und Leistungen nach Zugang auf Gleichartigkeit zu untersuchen.


III. Lieferung, Lieferdokumente und Gefahrenübergang

1. Lieferungen erfolgen auf Kosten des Lieferers spesenfrei an die angegebene Versandadresse, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart. Falls nicht vom Besteller anders verlangt, hat der Lieferer Versandanzeige, Lieferschein und die Rechnungen in 2-facher Ausfertigung auszustellen sowie – sofern zum Lieferumfang gehörend – die Abnahmeprüfzeugnisse von Materialien zu übermitteln und am Versandtage getrennt von der Ware abzuschicken. Versandanzeige, Lieferschein und Rechnung müssen unsere Bestellnummer, den Abteilungsvermerk und die Sach-/Materialnummer  enthalten. Fehlen diese Angaben, sind Verzögerungen in der Bearbeitung und Regulierung nicht vom Besteller zu vertreten.

2. Die Gefahr geht erst mit der Abnahme an der Versandadresse auf den Besteller über.


IV. Lieferfristen, Lieferverzug

1. Die vereinbarten Lieferfristen sind verbindlich. Maßgebend für die Einhaltung der Lieferfrist ist der Eingang der Ware bei der angegebenen Versandadresse.

Lieferzeitangaben ohne Angabe des Liefertages sind für den Besteller nicht akzeptabel, da diese keine Dispositionsgrundlage darstellen. Der Besteller bittet daher um Angabe des genauen Liefertermins (Lieferdatum).

2. Die Lieferfrist verlängert sich nur dann angemessen, wenn der Lieferer aufgrund höherer Gewalt an der Erfüllung seiner Verpflichtungen gehindert ist.

Sobald für den Lieferer erkennbar wird, dass er die vereinbarte Lieferfrist oder den vereinbarten Liefertermin nicht einhalten kann, hat er den Besteller unverzüglich schriftlich über den Grund und die voraussichtliche Dauer der Verzögerung zu informieren. Verstößt der Lieferer gegen diese Informationspflicht, hat er dem Besteller die dadurch entstehenden Schäden zu ersetzen.

Im Übrigen behält sich der Besteller alle Rechte wegen der Verzögerung vor.

3. Im Falle eines Lieferverzuges kann der Besteller nach fruchtlosem Ablauf einer dem Lieferer gesetzten angemessenen Nachfrist vom Vertrag zurücktreten. Der Fristsetzung bedarf es nicht, wenn der Lieferer die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert, da die Einhaltung der Lieferfrist für den Besteller wesentlich ist (Fixgeschäft) oder sonstige Umstände vorliegen, die unter Abwägung der beiderseitigen Interessen den sofortigen Rücktritt rechtfertigen. Daneben kann der Besteller Schadensersatz verlangen, sofern ihm der Lieferer nicht nachweist, dass er die Überschreitung der Lieferfrist nicht zu vertreten hat. Teillieferungen darf der Besteller behalten und im Übrigen vom Vertrag zurücktreten.

In der Annahme einer verspäteten Lieferung oder Leistung liegt kein Verzicht auf etwaige Schadensersatzansprüche.


V. Schadenspauschale

Bei Verzug des Lieferers steht dem Besteller für jede Woche der zu späten Lieferung ein pauschalierter Verzugsschaden in Höhe von 1 % des Kaufpreises, maximal 5 % des Gesamtpreises, zu. Dem Lieferer bleibt es unbenommen nachzuweisen, dass ein Schaden nicht oder nicht in dieser Höhe entstanden ist. Weitergehende Ansprüche des Bestellers aufgrund des Lieferverzugs bleiben unberührt, insbesondere ist die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs durch die Schadenspauschale nicht ausgeschlossen, soweit der Schadensersatzanspruch die Höhe der Schadenspauschale übersteigt. Die Schadenspauschale wird auf einen eventuellen Schadensersatzanspruch angerechnet.

Der Besteller kann den pauschalierten Verzugsschaden auch dann verlangen, wenn er sich das Recht dazu bei der Annahme der Ware nicht ausdrücklich vorbehält.


VI. Eigentum

1. Der Lieferer ist verpflichtet, das Eigentum an der Vertragsware bei Übergabe, spätestens bei Bezahlung der jeweiligen Lieferung auf den Besteller zu übertragen. Jede Verlängerung oder Erweiterung eines vom Lieferer etwa erklärten Eigentumsvorbehalts ist vertragswidrig und verpflichtet den Lieferer zum Schadensersatz.

2. Eine etwaige Be- und Verarbeitung der gelieferten Ware nimmt der Besteller stets, auch im Falle eines Eigentumsvorbehalts des Lieferers, ausschließlich für sich vor.


VII. Preise und Zahlungsbedingungen

1. Die Preise sind bindend und verstehen sich frei unserem Werk einschließlich Verpackung, Transport- und Versicherungskosten. Zahlungsziel nach Wahl des Bestellers innerhalb 30 Tagen nach Rechnungseingang mit 3 % Skontoabzug, innerhalb 60 Tagen nach Rechnungseingang mit 2 % Skontoabzug oder nach 90 Tagen netto.

2. Zahlungen erfolgen nach Wahl des Bestellers durch Übersenden eines Verrechnungsschecks oder Überweisung auf ein Bank - oder Postscheckkonto des Lieferers. Maßgebend für die fristgerechte Zahlung ist der Post-/Bankabgangsstempel.

3. Sobald und soweit einer Forderung des Lieferers eine fällige Gegenforderung des Bestellers gegenübersteht, kann der Besteller – unter Berücksichtigung der Skontoabzüge gemäß Abs. 1 – eine Verrechnung vornehmen. Die Verrechnung bewirkt das Erlöschen der beiderseitigen Forderungen in Höhe des Verrechnungs- und gegebenenfalls des Skontobetrages.

4. Zurückbehaltungsrechte stehen dem Besteller im gesetzlichen Umfang zu.


VIII. Gewährleistung

1. Entsprechend der üblichen Gepflogenheiten des Bestellers wird die eingetroffene Ware auf Mängel untersucht. Soweit sich dabei ein Mangel zeigt oder soweit die Ware nicht der bestellten Ware entspricht, werden der Besteller  dies innerhalb von zwei Wochen ab Abnahme rügen. Zur Wahrung seiner Rechte reicht es aus, wenn der Besteller die Mängelrüge innerhalb dieser Frist abgesandt hat.

Zeigt sich später, z. B. bei Verarbeitung oder Ingebrauchnahme, ein Mangel, wird der Besteller diesen innerhalb einer Frist von zwei Wochen ab Entdeckung rügen. Zur Wahrung seiner Rechte reicht es aus, wenn der Besteller innerhalb dieser Frist die Rüge an den Lieferer abgesandt hat.

2. Ansprüche wegen Mängel verjähren drei Jahre nach Ablieferung, soweit nicht von Gesetzes wegen eine längere Verjährungsfrist Anwendung findet. Wird die Ware von Kunden des Bestellers nicht innerhalb der vorgenannten Gewährleistungsfristen in Gebrauch genommen, so kann der Besteller noch innerhalb von zwei Monaten nach Ingebrauchnahme der Ware von seinen Gewährleistungsansprüchen Gebrauch machen.

3. Bei Mängeln kann der Besteller nach seiner Wahl Nachbesserung oder Ersatzlieferung verlangen. Kommt der Lieferer einer ihm gesetzten angemessenen Frist nicht nach oder ist die Nacherfüllung fehlgeschlagen oder unzumutbar, so ist der Besteller berechtigt, auf Kosten des Lieferers mangelhafte Teile zu ersetzen bzw. auszubessern, vom Vertrag zurückzutreten oder den Kaufpreis herabzusetzen. Unberührt bleiben die Ansprüche des Besteller auf Schadenersatz sowie aus dem Produkthaftungsgesetz.  

4. Während einer vom Lieferer durchgeführten Nacherfüllung oder während einer gemäß Abs. 3 Satz 2 vom Besteller durchgeführten Nachbesserung ist der Ablauf der Gewährleistungsfrist gehemmt.




IX. Stoffbeschränkungen

Der Lieferer stellt sicher, dass die gelieferte Ware den jeweils aktuellen Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) sowie sämtlichen anderen nationalen und EU-weiten Vorschriften zu Verboten und Beschränkungen chemischer Stoffe entspricht. Der Lieferer stellt ferner sicher, dass die gelieferte Ware keine in der Kandidatenliste der ECHA in ihrer jeweils gültigen Fassung aufgeführten Stoffe, sogenannte besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC), in Konzentrationen von mehr als 0,1 Masseprozent enthält. Sicherheitsdatenblätter sind bereits bei Angeboten unaufgefordert an den Besteller zu übermitteln. Hinweise über Überschreitung von Stoffeinschränkungen und Lieferung von Verbotsstoffen sind dem Besteller umgehend mitzuteilen. Zudem sind die Vorgaben der EU-Richtlinie 2011/65/EG (RoHS-Richtlinie) hinsichtlich der Beschränkung bestimmter gefährlicher Stoffe in elektrischen und elektronischen Erzeugnissen und Bauteilen zu beachten.


X. Abtretung

Forderungen des Lieferers gegen den Besteller können nur mit Zustimmung des Bestellers abgetreten werden.


XI. Haftung

1. Bei Verstößen gegen vertragliche, gesetzliche oder behördliche Bestimmungen hat der Lieferer Vorsatz und jede Art von Fahrlässigkeit, auch seiner Erfüllungsgehilfen, zu vertreten.

2. Soweit der Lieferer für einen Produktschaden verantwortlich ist, ist er verpflichtet, den Besteller insoweit von Schadensersatzansprüchen Dritter freizustellen, als die Ursache im Herrschafts- und Organisationsbereich des Lieferers gesetzt ist und er im Außenverhältnis selbst haftet.


XII. Schutzrechte

  1. Der Lieferer haftet dafür, dass durch die Lieferung und Benutzung der bezogenen Gegenstände Schutzrechte Dritter nicht verletzt werden.
  2. Bei Verletzung dieser Pflicht stehen dem Besteller die gesetzlichen Gewährleistungsrechte zu. Macht der Besteller Ansprüche auf Schadensersatz geltend, ist der Lieferer dem Besteller insbesondere zur Freistellung gegenüber Ansprüchen Dritter verpflichtet, sofern er nicht nachweist, dass er die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat.


XIII. Lieferung nach Angaben, Zeichnungen und Modellen des Bestellers

1. Werden die bestellten Waren nach Angaben, Zeichnungen oder Modellen des Bestellers hergestellt, so gilt Folgendes:

Die vom Besteller bestellten Waren sowie die zu ihrer Herstellung verwendeten Spezialeinrichtungen, Matrizen und dergleichen dürfen ausschließlich für die Bearbeitung unserer Bestellung verwendet und nicht an Dritte geliefert werden. Das gilt auch dann, wenn der Lieferer die Spezialeinrichtung, Matrizen oder dergleichen auf eigene Kosten beschafft hat oder wenn der Besteller die Annahme der bestellten Ware wegen verspäteter oder mangelhafter Lieferung verweigert hat oder wenn der Besteller trotz ordnungsmäßiger Lieferung von weiteren Bestellungen absieht.

Entstehen im Zusammenhang mit der Ausführung der Bestellungen Verbesserungen beim Lieferer, so hat der Besteller ein kostenloses, nicht ausschließliches Benutzungsrecht zur gewerblichen Verwendung des Gegenstandes der Verbesserungen und etwaige entsprechende Schutzrechte (Absatz 1 gilt auch in diesem Fall). Das Verfügungsrecht über auftragsgebundene Fertigungseinrichtungen und Werkzeuge, insbesondere hinsichtlich Mitbenutzung, Veränderung oder Vernichtung, bleibt ausschließlich beim Besteller.

Modelle, Muster, Zeichnungen oder technische Unterlagen jeder Art bleiben Eigentum des Bestellers und sind geheimzuhalten. Sie dürfen ausschließlich für die Bearbeitung unserer Bestellung verwendet werden und sind zusammen mit etwa angefertigten Kopien auf Wunsch des Bestellers zurückzugeben.

2. Vom Besteller beigestelltes Material bleibt Eigentum des Bestellers.


XIV. Erfüllungsort, Gerichtsstand und anwendbares Recht

1. Erfüllungsort für alle Lieferungen und Leistungen ist an unserem Sitz, es sei denn, es ist ein anderer Ort vereinbart, an den die Ware zu liefern ist.

2. Für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist ausschließlich das Gericht an unserem Sitz zuständig.  Wir sind jedoch berechtigt, auch an jedem anderen gesetzlichen Gerichtsstand zu klagen.  

3. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Anwendung von UN-Kaufrecht (CISG) ist ausgeschlossen.


XV. Sonstiges

1. Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieser Einkaufsbedingungen unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Dies gilt auch im Fall einer Lücke.



2. Maßgeblich für den Vertrag sind diese Einkaufsbedingungen in ihrer deutschen Fassung, sofern nicht eine andere Sprache Vertragssprache ist. Das gilt auch dann, wenn eine Übersetzung der Einkaufsbedingungen in eine andere Sprache zusätzlich zu den deutschsprachigen Bedingungen verwendet wurde.

3. Soweit einzelvertraglich nichts anderes geregelt ist, unterliegen die Leistungen des Lieferers mit Annahme der Bestellung den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften in der jeweils gültigen Fassung, insbesondere des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG), sowie seiner untergesetzlichen Regelungen, wie der Landesabfallgesetze und Satzungen der Kommunen.

Stand: 24. Oktober 2019

Allgemeine Liefer- und Zahlungsbedingungen für die NETZSCH-Gruppe (Deutschland)

I. Geltung

1. Für alle Angebote, Verträge, Vereinbarungen und Lieferungen gelten ausschließlich unsere nachfolgend abgedruckten Liefer- und Zahlungsbedingungen. Abweichende Bedingungen des Bestellers, die wir nicht ausdrücklich anerkennen, werden nicht Vertragsinhalt, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen.

2. Soweit sich einzelne Regelungen des Vertrages oder dieser Liefer- und Zahlungsbedingungen als unwirksam erweisen sollten, bleibt der Vertrag im Übrigen verbindlich. Soweit nicht eine ergänzende Vertragsauslegung vorrangig oder möglich ist, ist der Vertrag um eine Regelung zu ergänzen, die dem am nächsten kommt, was die Parteien mit der unwirksamen Bestimmung rechtlich und wirtschaftlich gewollt haben.


II. Angebot, Änderungsvorbehalt, Geheimhaltung

  1. Unsere Angebote stehen unter dem Vorbehalt, dass der Erfüllung keine Hindernisse aufgrund von nationalen oder anwendbaren internationalen Vorschriften des Außenwirtschaftsrechts sowie keine Embargos (und/oder sonstige Sanktionen) entgegenstehen.
  2. Für den Umfang der Lieferung ist unsere Auftragsbestätigung maßgebend. Mündliche oder fernmündlich getroffene Nebenabreden, Vorbehalte, Änderungen oder Ergänzungen sind nur gültig, wenn sie von uns ausdrücklich bestätigt wurden.
  3. Änderungen der technischen Ausführung der bestellten Ware sind zulässig, soweit diese für den Besteller zumutbar sind und hierdurch nicht eine wesentliche Funktionsänderung eintritt.
  4. Die zu Angeboten gehörigen Unterlagen, wie Abbildungen, Zeichnungen, Gewichts- und Maßangaben sind nur Annäherungswerte und nur als solche maßgebend, soweit sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind.
  5. An Kostenvoranschlägen, Zeichnungen und anderen Unterlagen oder Materialien, einschließlich Mustern, Modellen und elektronischen Unterlagen, die wir dem Kunden aushändigen, behalten wir uns sämtliche Eigentums- Urheber- und Schutzrechte vor. Sie dürfen Dritten weder als solche, noch ihrem Inhalt nach, zugänglich gemacht werden. Der Besteller darf sie ausschließlich für die vertraglichen Zwecke verwenden. Zu Angeboten gehörige Zeichnungen und andere Unterlagen, die wir dem Besteller aushändigen, sind auf unser Verlangen oder, wenn uns der Auftrag nicht erteilt wird, unverzüglich auf Kosten des Bestellers zurückzugeben und etwaig vorhandene (auch elektronische) Kopien zu vernichten, soweit sie vom Besteller im ordnungsgemäßen Geschäftsgang und gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflichten nicht mehr benötigt werden.


III. Preise und Zahlungsbedingungen

1. Unsere Preise verstehen sich stets ab Werk, bei Inlandsgeschäften zuzüglich Mehrwertsteuer in der jeweiligen gesetzlichen Höhe. Bei Auslandsgeschäften berechnen wir Umsatzsteuer gemäß Ziff. VIII. Die Kosten für Versicherung, Verpackung und Zollgebühren werden dem Besteller gesondert in Rechnung gestellt. Dabei können wir nach unserer Wahl entweder eine Pauschale oder die effektiven Kosten berechnen.

2. Soweit sich die Gestehungskosten, die wir bei unserer Preisangabe gegenüber dem Besteller bei Vertragsabschluss zugrunde gelegt haben, nachträglich erheblich verteuern, sind wir zu einer angemessenen Anpassung unseres Verkaufspreises berechtigt. Eine Änderung der Gestehungskosten im Sinne von Satz 1 liegt insbesondere dann vor, wenn unsere Zulieferanten den Preis für die Vertragsware oder deren Bauteile anheben, wenn Zölle oder sonstige Einfuhrgebühren steigen oder wenn sich die Währungsparitäten gegenüber den am Tag des Vertragsschlusses maßgeblichen Verhältnissen zu unseren Ungunsten verschieben. Eine Preisanpassung ist angemessen, wenn sich ihr Umfang im Rahmen der zwischenzeitlich eingetretenen Kostensteigerungen hält. Dies werden wir dem Besteller auf Verlangen nachweisen. Führt die Preisanpassung zu einer Preissteigerung von mehr als 20% und kommen wir einer schriftlichen Aufforderung des Bestellers, die Preisanpassung auf den Rahmen von 20% zu beschränken, nicht binnen zwei Wochen nach, so ist der Besteller berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten (uns steht ein Recht zum Rücktritt nach Ziff. XI. 2. zu).

3. Die Zahlungen sind, soweit nicht ausdrücklich eine Sondervereinbarung getroffen wurde, per Überweisung ohne jeden Abzug zu leisten, und zwar

  1. bei Lieferungen im Inland 1/3 bei Empfang der schriftlichen Auftragsbestätigung, Rest 15 Tage nach Erhalt der Rechnung, jedoch spätestens 30 Tage nach Lieferung netto Kasse;
  2. bei Lieferung in das Ausland 1/3 bei Bestellung, Rest gegen Akkreditiv.

Für die Rechtzeitigkeit der Zahlung ist der Geldeingang bei uns maßgeblich. Schecks werden nur zahlungshalber angenommen und gelten erst nach endgültiger Einlösung als wirksame Zahlung.

4. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 9%-Punkten über dem Basiszinssatz, mindestens aber in Höhe von 12% p.a. berechnet. Die Zinsen sind sofort zur Zahlung fällig. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens bleibt uns vorbehalten.

5. Die Zurückhaltung von Zahlungen wegen irgendwelcher Gegenansprüche des Bestellers ist ebenso wie die Aufrechnung mit solchen Gegenansprüchen nicht zulässig; das gilt nicht, wenn diese Gegenansprüche unbestritten, rechtskräftig festgestellt oder entscheidungsreif sind.

6. Verschlechtert sich die Vermögenslage des Bestellers derartig, dass die Erfüllung unserer Forderung gefährdet erscheint, so können wir sofort die Zahlung verlangen. Bei noch nicht ausgeführten Aufträgen sind wir berechtigt, Vorkasse oder entsprechende Sicherheiten zu verlangen, unsere Leistung bis dahin zurückzuhalten und nach erfolglosem Ablauf einer angemessenen Frist zur Zahlung oder Sicherheitsleistung vom Vertrag zurückzutreten.

7. Teillieferungen werden gesondert in Rechnung gestellt. Es gelten jeweils die obigen Bedingungen.


IV. Eigentumsvorbehalt

1. Wir behalten uns in allen Fällen das Eigentumsrecht an allen gelieferten Maschinen und Gegenständen vor. Das Eigentum geht jeweils erst nach vollständiger Bezahlung auf den Besteller über. Bei Waren, die der Besteller im Rahmen seiner gewerblichen Tätigkeit von uns bezieht, behalten wir uns das Eigentum vor, bis unsere sämtlichen Forderungen gegen den Besteller aus der Geschäftsverbindung beglichen sind. Das gilt auch dann, wenn einzelne oder sämtliche unserer Forderungen in eine laufende Rechnung aufgenommen wurden und der Saldo gezogen und anerkannt ist.

2. Der Besteller ist berechtigt, die gelieferten Gegenstände im Rahmen seines ordentlichen Geschäftsganges weiter zu veräußern. Für den Fall der Weiterveräußerung tritt der Besteller bereits jetzt alle Forderungen mit sämtlichen Nebenrechten ab, die ihm aus der Weiterveräußerung gegen den Abnehmer oder gegen Dritte erwachsen, und zwar gleichgültig, ob die Vorbehaltsware ohne oder nach Be- oder Verarbeitung verkauft wird. Zur Einziehung dieser Forderungen ist der Besteller auch nach der Abtretung ermächtigt. Unsere Befugnis, die Forderungen selbst einzuziehen, bleibt hiervon unberührt. Von dieser Befugnis werden wir keinen Gebrauch machen, solange der Besteller seinen Zahlungsverpflichtungen ordnungsgemäß nachkommt. Wir können verlangen, dass der Besteller unsere abgetretenen Forderungen und deren Schuldner bekanntgibt, alle zum Einzug erforderlichen Angaben macht, die dazugehörigen Unterlagen aushändigt und dem Schuldner die Abtretungen mitteilt. Wird die Ware zusammen mit anderen Waren, die uns nicht gehören, weiterverkauft, so gilt die Forderung des Bestellers gegen den Abnehmer in Höhe des zwischen uns und dem Besteller vereinbarten Lieferpreises als abgetreten.

3. Be- und Verarbeitung der Vorbehaltsware erfolgen stets für uns als Hersteller im Sinne von § 950 BGB, ohne dass uns jedoch hieraus Verpflichtungen entstehen. Die verarbeitete Ware gilt als Vorbehaltsware im Sinne dieser Bedingungen. Wird Vorbehaltsware mit anderen, uns nicht gehörenden Gegenständen verarbeitet oder untrennbar vermischt, so erwerben wir das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Rechnungswertes der Vorbehaltsware zum Rechnungswert der anderen verwendeten Waren zur Zeit der Verarbeitung und der Vermischung. Die so entstandenen Miteigentumsrechte gelten als Vorbehaltsware im Sinne dieser Bedingungen.

4. Werden unsere Waren mit anderen beweglichen Gegenständen zu einer einheitlichen Sache verbunden oder untrennbar vermischt und ist die andere Sache als Hauptsache anzusehen, so erhalten wir vom Besteller anteilsmäßig Miteigentum, soweit die Hauptsache dem Besteller gehört. Für die durch die Verarbeitung und die Verbindung sowie Vermischung entstehende Sache gilt im Übrigen das gleiche wie für die Vorbehaltsware.

5. Der Besteller kann verlangen, dass wir nach unserer Wahl einen Teil der Sicherheiten freigeben, soweit ihr realisierbarer Wert die zu sichernden Forderungen um mehr als 10 % übersteigt. Der Freigabeanspruch entsteht, wenn der Schätzwert des Sicherungsguts 150 % der gesicherten Forderungen ausmacht.

6. Der Besteller ist verpflichtet, alle noch in unserem Eigentum befindlichen Maschinen und sonstigen Gegenstände in ordnungsgemäßem Zustand zu erhalten und mit kaufmännischer Sorgfalt zu verwahren und sie an weithin sichtbarer Stelle deutlich als unser Eigentum zu kennzeichnen.

7. Jede von vorstehenden Regelungen abweichende Verfügung über diese Gegenstände ohne unsere Zustimmung ist dem Besteller untersagt, solange der Eigentumsvorbehalt besteht. Falls die unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Maschinen und sonstigen Gegenstände von Dritten gepfändet oder sonst in Anspruch genommen werden, ist der Besteller verpflichtet, uns hiervon sofort auf schnellstem Wege, wenn möglich telefonisch, per Telefax oder E-Mail zu verständigen und den Dritten unverzüglich auf unseren Eigentumsvorbehalt hinzuweisen. Der Besteller ist verpflichtet, uns ein etwaiges Pfändungsprotokoll sowie eine eidesstattliche Versicherung über die Identität der gepfändeten Gegenstände zu übersenden.

8. Bei vertragswidrigem Verhalten des Bestellers, insbesondere bei Zahlungsverzug, sind wir berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und die Ware zurückzunehmen. Die Kosten der Rücknahme trägt der Besteller. Wir sind nach Rücknahme der Ware zu deren Verwertung befugt; der Verwertungserlös ist abzüglich angemessener Verwertungskosten auf die Verbindlichkeiten des Bestellers anzurechnen.

9. Bei Exportgeschäften in Ländern, in denen der vorstehend genannte Eigentumsvorbehalt nicht rechtswirksam ist, behalten wir uns vor, das Eigentumsrecht nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften des Empfangslandes zu sichern. Der Besteller ist verpflichtet, hierbei soweit erforderlich mitzuwirken.


V. Lieferung und Lieferfrist

1. Die Lieferung im Inland erfolgt ab Werk. Dies gilt auch für Auslandslieferungen, wenn nichts anderes vereinbart ist.

2. Der Besteller hat die Pflicht, uns den offiziellen Namen seiner Anlieferstelle/-station rechtzeitig mitzuteilen; für eventuelle falsche Angaben über Lieferungen und daraus resultierende Lieferverzögerungen übernehmen wir sonst keine Verantwortung.

3. Die Angabe bestimmter Lieferfristen und Liefertermine ist unverbindlich, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Verbindliche und unverbindliche Lieferfristen und Liefertermine stehen unter dem Vorbehalt, dass wir selbst richtig und rechtzeitig beliefert werden.

4. Die Lieferfrist beginnt, soweit nichts anderes vereinbart ist, entweder nach der endgültigen technischen Klärung des Auftrags oder nach Eingang aller zur Auftragsbearbeitung erforderlichen Unterlagen und Leistung der Anzahlung; entscheidend ist der jeweils spätere Zeitpunkt.

5. Lieferfristen verlängern sich um den Zeitraum, in dem sich der Besteller mit der Erfüllung seiner wesentlichen Vertragspflichten, insbesondere der Erfüllung seiner Zahlungspflichten, in Verzug befindet.

6. Die Lieferfrist verlängert sich – auch innerhalb eines Verzuges – angemessen bei Eintritt höherer Gewalt und allen unvorhersehbaren, nach Vertragsabschluss eingetretenen Hindernissen, die wir nicht zu vertreten haben, um die Dauer des Leistungshindernisses. Dies gilt auch dann, wenn diese Umstände bei unseren Lieferanten oder deren Vorlieferanten eintreten. Zu den vorstehenden Umständen zählen insbesondere auch währungs- und handelspolitische Maßnahmen, Streik und Aussperrung, behördliche Anordnungen oder marktbedingte Material- und Warenbeschaffungsprobleme. Beginn und Ende derartiger Hindernisse teilen wir dem Besteller baldmöglichst mit. Dieser kann von uns die Erklärung verlangen, ob wir gemäß nachfolgender Ziff. XI.1 zurücktreten oder innerhalb angemessener Frist liefern werden. Erklären wir uns nicht unverzüglich, kann der Besteller zurücktreten.

7. Die Lieferfrist ist eingehalten, wenn bis zu ihrem Ablauf der Liefergegenstand das Werk verlassen hat oder die Versandbereitschaft mitgeteilt ist.

8. In zumutbarem Umfang sind wir zu Teilleistungen und gegebenenfalls zu Nachlieferungen berechtigt.


VI. Gefahrübergang

1. Die Gefahr geht mit Bereitstellung der Lieferung und Mitteilung der Versandbereitschaft auf den Besteller über. Dies gilt auch dann, wenn sich der Versand infolge von Umständen, die wir nicht zu vertreten haben, verzögert. Unterbleibt die Mitteilung der Versandbereitschaft, so geht die Gefahr mit Übergabe der Ware an die Post, den Spediteur oder Frachtführer, spätestens jedoch mit dem Verlassen des Fabrikgrundstücks auf den Besteller über.

2. Nur auf besonderen Wunsch des Bestellers und auf dessen Kosten wird die Sendung von uns gegen Bruch-, Transport- und Feuerschaden versichert.

3. Unter Hinweis auf unseren Eigentumsvorbehalt hat der Besteller dafür Sorge zu tragen, dass die Lieferung versichert wird, da wir bei Geltendmachung unseres Eigentumsvorbehalts den vollen Wert der Lieferung zugrundelegen und eventuell inzwischen eingetretene Beschädigungen an dem Liefergegenstand auf Kosten des Bestellers repariert werden.

4. Etwaige Rücksendungen gehen auf Kosten und Gefahr des Bestellers, es sei denn, wir sind zur Rücknahme im Rahmen von Ziff. X verpflichtet.


VII. Annahmeverzug

1. Für die Dauer des Annahmeverzugs sind wir berechtigt, die Liefergegenstände auf Kosten des Bestellers einzulagern. Wir können uns zur Lagerung auch einer Spedition bedienen. Während der Dauer des Annahmeverzuges hat der Besteller die durch die Einlagerung entstehenden Kosten zu tragen.

2. Wenn der Besteller nach Ablauf einer ihm gesetzten angemessenen Nachfrist die Annahme verweigert oder vorher endgültig und ernsthaft erklärt, nicht annehmen zu wollen, können wir vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz verlangen. Als Schadensersatz können wir pauschal 25 % des vereinbarten Kaufpreises fordern. Die Geltendmachung eines höheren Schadens bleibt uns ebenso vorbehalten, wie dem Besteller der Nachweis, dass tatsächlich kein Schaden entstanden ist oder der entstandene Schaden wesentlich niedriger als die angesetzte Pauschale ist.


VIII. Nachweis der Umsatzsteuerfreiheit

Sofern bei Warenlieferungen in das EU-Ausland die Transportverantwortlichkeit beim Besteller liegt, verpflichtet sich dieser, uns die nach den geltenden deutschen Rechtsvorschriften erforderlichen Nachweise (z. B. Gelangensbestätigung, Weiße Spediteurbescheinigung oder CMR-Frachtbriefe) unverzüglich, vollständig und ordnungsgemäß ausgefüllt zur Verfügung zu stellen. Sofern der Besteller dieser Verpflichtung nicht fristgerecht nachkommt, behalten wir uns vor, dem Besteller deutsche Umsatzsteuer in Höhe des jeweils anzuwendenden Steuersatzes auf den Rechnungsbetrag nachzuberechnen. Entsprechendes gilt für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen, auf die deutsches Recht keine Anwendung findet, soweit die lokalen Rechtsvorschriften entsprechende Nachweise fordern, sowie für Lieferungen ins Drittland, bei denen der Besteller für die Ausfuhranmeldung verantwortlich ist.


IX. Aufstellung, Montage

1. Die Aufstellung der Maschinen und Geräte empfehlen wir durch unsere erfahrenen Monteure ausführen zu lassen. Für einen Monteur nach außerhalb berechnen wir nebst Reisekosten und Frachtauslagen für Werkzeuge die in unserem “Merkblatt über Dienstleistungen unserer Ingenieure und Monteure“ festgelegten Kostensätze.

2. Verzögern sich die Aufstellung oder Inbetriebnahme auf der Baustelle ohne unser Verschulden, so hat der Besteller alle Kosten für die Wartezeit und für weitere erforderliche Reisen zu tragen.

3. Im Übrigen gelten für die Montage und Inbetriebnahme die anhand unserer “Merkblätter für Dienstleistungen unserer Ingenieure und Monteure“ getroffenen Vereinbarungen.

4. In jedem Fall sind bei der Aufstellung die Hinweise für Aufstellung und Betrieb in den NETZSCH-Bedienungsanleitungen zu beachten.


X. Ansprüche wegen eines Mangels

1. Der Besteller hat die empfangene Ware unverzüglich nach Eintreffen auf Vollständigkeit sowie Mängel und Beschaffenheit zu untersuchen. Mengenfehler und erkennbare Mängel sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 7 Arbeitstagen nach Eintreffen der Ware, verdeckte Mängel binnen gleicher Frist ab Entdeckung durch schriftliche Anzeige an uns, zu rügen. Für nicht rechtzeitig angezeigte Mängel entfällt die Gewährleistung.

2. Aufgrund öffentlicher Äußerungen durch uns, den Hersteller oder dessen Gehilfen haften wir nicht, wenn wir die Äußerung nicht kannten und nicht kennen mussten, die Aussage im Zeitpunkt der Kaufentscheidung bereits berichtigt war oder wenn insoweit der Besteller nicht nachweisen kann, dass die Aussagen seine Kaufentscheidung beeinflusst haben.

3. Es wird keine Gewähr übernommen, für ungeeignete, unsachgemäße oder bestimmungswidrige Verwendung, fehlerhafte Montage bzw. Inbetriebsetzung durch den Besteller oder Dritte, natürliche Abnutzung, fehlerhafte oder nachlässige Behandlung, ungeeignete Betriebsmittel, Austauschwerkstoffe, Verschleiß, Mangel der vom Besteller veranlassten Bauarbeiten, ungeeigneter Baugrund, chemische, elektrochemische oder elektrische Einflüsse. Satz 1 gilt auch, soweit bei der Aufstellung oder beim Betrieb gegen die NETZSCH-Bedienungsanleitung verstoßen wurde.

Wir haften auch nicht für Mängel, die den Wert oder die Tauglichkeit der Sache nur unerheblich mindern. Ein unerheblicher Mangel liegt insbesondere vor, wenn der Fehler in Kürze selbst verschwindet oder vom Besteller selbst mit ganz unerheblichem Aufwand beseitigt werden kann.

4. Verlangt der Besteller wegen eines Mangels Nacherfüllung, so können wir zwischen Ersatzlieferung oder Beseitigung des Mangels wählen. Das Recht des Bestellers, bei Fehlschlagen der Nacherfüllung den Kaufpreis herabzusetzen oder vom Vertrag zurückzutreten, bleibt unberührt.

5. Die Ein- und Ausbaukosten werden bei gewerblichen Bestellern in keinem Fall von uns getragen.

6. Zur Vornahme aller uns nach billigem Ermessen notwendig erscheinenden Ausbesserungen und Ersatzlieferungen hat der Besteller nach Verständigung mit uns die erforderliche Zeit und Gelegenheit zu geben, sonst sind wir von der Mängelhaftung befreit. Ein Recht, etwaige Mängel ohne unsere Zustimmung auf unsere Kosten durch Dritte beseitigen zu lassen oder deswegen Ansprüche auf Preisminderung zu stellen, steht dem Besteller nicht zu.

7. Im Rahmen der Gewährleistung ersetzte Teile werden unser Eigentum. Für ersetzte Teile gelten wieder die hier dargestellten Gewährleistungsbedingungen.

8. Alle Ansprüche wegen eines Mangels verjähren innerhalb von einem Jahr ab Lieferung der Sache. Wenn und soweit Anlagen durch uns aufzustellen sind, beginnt die Gewährleistungsdauer vom Tage der Inbetriebsetzung an. Unterbleibt jedoch die Aufstellung oder Inbetriebnahme ohne unser Verschulden, verbleibt es bei der Frist gemäß vorstehendem Satz 1. Die Gewährleistungsfrist verlängert sich um die Dauer etwaiger Nachbesserungsarbeiten.

9. Schadens- und Aufwendungsersatzansprüche bleiben hiervon unberührt, soweit nicht nach Ziff. XII. ausgeschlossen.


XI. Recht zum Rücktritt

1. Für den Fall höherer Gewalt oder sonstiger unvorhergesehener und von uns nicht zu vertretender Ereignisse (Ziff. V.6) sind wir zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt, sofern diese Ereignisse die wirtschaftliche Bedeutung oder den Inhalt der jeweiligen Leistungen erheblich verändern oder auf unseren Betrieb erheblich einwirken und zur nachträglichen Unmöglichkeit der vertraglich vereinbarten Ausführung führen oder die Leistung um mehr als acht Wochen verzögern. Soweit wir von diesem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, wird dies nach Erkenntnis der Tragweite des Ereignisses unverzüglich dem Besteller mitgeteilt. Das Rücktrittsrecht besteht auch dann, wenn dem Besteller zunächst eine Verlängerung der Lieferfrist angezeigt oder die Verlängerung der Lieferfrist vereinbart wurde.

2. Ferner haben wir ein Recht zum Rücktritt vom Vertrag, wenn sich nach Vertragsabschluss die Gestehungskosten um 20% oder mehr erhöhen und der Besteller sich nicht binnen 2 Wochen nach Aufforderung zu einer Preisanpassung in Höhe von 20% bereit erklärt (Ziff. III.2). Dasselbe gilt, wenn wir durch unsere Vorlieferanten nicht beliefert werden und dies auf Gründen beruht, die wir nicht zu vertreten haben (Ziff. V.3).

3. Ein Recht zum Rücktritt steht uns auch zu, wenn sich der Besteller in Zahlungsverzug befindet und der Besteller über die seine Kreditwürdigkeit betreffenden Tatsachen unrichtige Angaben gemacht hat, seine Zahlungen eingestellt oder eine eidesstattliche Offenbarungsversicherung abgegeben hat, eine wesentliche Vermögensverschlechterung eingetreten ist, die die Durchführung des Vertrags gefährdet oder über sein Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt worden ist. Unsere sonstigen Rechte im Falle des Zahlungsverzugs des Bestellers bleiben im Übrigen unberührt.

4. Im Falle eines Rücktritts und der Rücknahme gelieferter Waren haben wir Anspruch auf Ausgleich für Aufwendungen, Gebrauchsüberlassungen und Wertminderung. Nach unserer Wahl können wir die uns zustehenden Ausgleichsansprüche konkret oder pauschal mit 15 % des Bestellpreises berechnen. Im Falle der Pauschalierung bleibt dem Besteller unbenommen, nachzuweisen, dass die Ausgleichsansprüche nicht oder in geringer Höhe entstanden sind.

5. Unsere gesetzlichen Rücktrittsrechte bleiben unberührt.


XII. Allgemeine Haftungsbegrenzung

Ansprüche auf Schadensersatz, gleich aus welchem Rechtsgrund, sind ausgeschlossen, es sei denn, uns ist Vorsatz vorzuwerfen oder wir müssen für eigene grobe Fahrlässigkeit, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit unserer Erfüllungsgehilfen einstehen oder der Schadensersatzanspruch resultiert aus der Verletzung vertragswesentlicher Pflichten. Bei leicht fahrlässiger Verletzung vertragswesentlicher Pflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.


XIII. Exportkontrolle

  1. Der Besteller verpflichtet sich, folgende Geschäfte in jedem Fall zu unterlassen:
  • Geschäfte mit Personen, Organisationen oder Einrichtungen, die auf einer Sanktionsliste nach EG-Verordnungen oder US-Exportvorschriften stehen.
  • Geschäfte mit Embargo-Staaten, die verboten sind.
  • Geschäfte, für die die erforderliche Genehmigung nicht vorliegt.
  • Geschäfte, die im Zusammenhang mit ABC-Waffen oder militärischer Endverwendung erfolgen könnten.
  1. Der Besteller wird uns unverzüglich und unaufgefordert schriftlich Mitteilung geben, wenn er von einem Verstoß gegen vorstehende Pflichten oder von einem entsprechenden Verdacht Kenntnis erlangt.
  2. Verletzt der Besteller die vorstehenden Verpflichtungen, so sind wir zum Rücktritt berechtigt. Die Geltendmachung etwaiger weiterer Ansprüche, insbesondere Schadensersatzansprüche, bleibt unberührt.


XIV. Erfüllungsort, Gerichtsstand

1. Erfüllungsort für alle Lieferungen und Leistungen ist an unserem Sitz.

2. Für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist ausschließlich das Gericht an unserem Sitz zuständig.  Wir sind auch berechtigt, an jedem anderen gesetzlichen Gerichtsstand zu klagen.


XV. Anwendbares Recht

Die vertraglichen Beziehungen regeln sich ausschließlich nach dem in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Recht. Die Anwendung von UN-Kaufrecht (CISG) ist ausgeschlossen.


XVI. Allgemeines

1. Der Geltungsbereich dieser Allgemeinen Liefer- und Zahlungsbedingungen erstreckt sich auf die Erich NETZSCH GmbH & Co. Holding KG sowie ihre unmittelbaren und mittelbaren deutschen Tochtergesellschaften, insbesondere NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH, Selb/Waldkraiburg, NETZSCH-Feinmahltechnik GmbH, Selb, NETZSCH-Gerätebau GmbH, Selb, NETZSCH Trockenmahltechnik GmbH, Selb/Hanau, NETZSCH Werbe- und Service-GmbH, Selb,  RPV Vermögensverwaltungs-GmbH, Selb, RPV Vermögensverwaltungs-GmbH II, Selb, RPV Vermögensverwaltungs-GmbH III, Selb, RPV Vermögensverwaltungs-GmbH IV, Selb, NETZSCH Lohnmahltechnik GmbH, Selb/Bobingen, NETZSCH Vakumix GmbH, Selb/Weyhe und NETZSCH GABO Instruments GmbH, Selb/Ahlden. NEDGEX GmbH, Selb

2. Nebenabreden, Vorbehalte, Änderungen oder Ergänzungen sind nur gültig, wenn sie schriftlich vereinbart werden.

3. Soweit nicht in diesen Liefer- und Zahlungsbedingungen oder im Vertrag etwas anderes geregelt ist, ist der Besteller ohne unser Einverständnis nicht berechtigt, Rechte aus dem Vertrag oder diesen Liefer- und Zahlungsbedingungen auf Dritte zu übertragen.

4. Maßgeblich für den Vertrag sind diese Liefer- und Zahlungsbedingungen in ihrer deutschen Fassung, sofern nicht eine andere Sprache Vertragssprache ist. Das gilt auch dann, wenn eine Übersetzung der Liefer- und Zahlungsbedingungen in eine andere Sprache zusätzlich zu den deutschsprachigen Bedingungen verwendet wurde.


Stand: 24. Oktober 2019